Münchner Trinkwasser liegt nach Angaben der Stadtwerke zwischen 13,9 und 17,9 °dH und fällt damit in den Härtebereich „hart“. Für den Haushalt heißt das: Kalk ist hier kein gelegentliches Ärgernis, sondern ein Dauerzustand, der sich in Wochen statt in Monaten aufbaut.
Jeder Liter Wasser hinterlässt beim Verdunsten seine Mineralien auf der Oberfläche. Bei 16 °dH ist das rund dreimal so viel wie in einer weichen Wasserregion. Auf der Duschwand ist der Film nach zwei Wochen sichtbar, nach zwei Monaten fest, und nach zwei Jahren sitzt er nicht mehr auf dem Glas, sondern darin.
Der Härtegrad schwankt im Stadtgebiet leicht, weil das Wasser aus mehreren Gewinnungsgebieten kommt. Den genauen Wert für Ihre Adresse veröffentlichen die Stadtwerke; für die Reinigung macht der Unterschied zwischen 14 und 18 °dH allerdings keinen praktischen Unterschied.
Duschwand und Duschtasse, Armaturen und Perlatoren, Duschkopf und Brauseschlauch, Fliesen und Fugen, Waschbecken mit Überlauf, Badewanne, WC einschließlich Urinstein unter dem Rand, Wasserhahn und Spülbecken in der Küche.
Perlator und Duschkopf werden abgeschraubt und in Säurelösung eingelegt statt von außen bearbeitet – innen sitzt der Kalk, der den Strahl zerstreut.
Kalk ist eine Base und löst sich in Säure. Zitronensäure wirkt vergleichbar wie Essig, riecht deutlich weniger und greift Gummidichtungen weniger an. Entscheidend ist die Einwirkzeit: fünf bis zehn Minuten, bei senkrechten Flächen mit getränktem Papier aufgelegt, damit die Lösung nicht abläuft.
Scheuern bringt nichts und schadet: Jeder Kratzer in Chrom oder Glas ist eine neue Haftfläche, auf der der nächste Kalk besser sitzt. Wir arbeiten deshalb mit mehreren Durchgängen frischer Lösung statt mit Druck.
Auf Marmor, Travertin, Kalkstein und Terrazzo darf keine Säure. Diese Steine reagieren chemisch, die Oberfläche wird angeätzt und verliert dauerhaft den Glanz – das ist kein Belag, den man wegputzen kann, sondern ein Schaden, den nur ein Steinmetz beheben kann.
In Münchner Altbauten sind Marmorfensterbänke und Natursteinwaschtische häufig. Benennen Sie solche Flächen bei der Buchung, dann kommt ein pH-neutrales Mittel zum Einsatz.
Bleibt die Duschwand nach gründlicher Behandlung milchig, ist das Glas verätzt: Der Kalk hat über Jahre die Oberfläche angegriffen. Wegputzen lässt sich das nicht mehr. Es bleibt eine Politur mit Spezialpaste oder der Austausch der Scheibe. Wir sagen Ihnen offen, wenn wir diesen Punkt sehen, statt Stunden zu berechnen, die nichts ändern.
Die wirksamste Maßnahme kostet fünfzehn Sekunden: die Duschwand nach jedem Duschen abziehen. Wer das tut, braucht praktisch nie einen Kalkentferner. Dasselbe gilt fürs Waschbecken – ein trockener Wisch nach dem Zähneputzen verhindert die Ränder, die sich sonst über Wochen aufbauen.
Bei regelmäßigen Terminen bleibt der Zustand ohnehin auf einem Niveau, auf dem Kalk in Minuten abgeht statt in Stunden; siehe Haushaltshilfe München.
In Küche und Bad sitzen Fett und Kalk oft übereinander. Auf einem Fettfilm perlt die Säure ab, ohne den Kalk darunter zu erreichen – deshalb wird zuerst mit einem alkalischen Mittel entfettet, klar nachgewischt und erst danach entkalkt.
Beides gleichzeitig aufzutragen bringt nichts: Säure und Alkali neutralisieren sich gegenseitig, und übrig bleibt Salzwasser. Das ist der häufigste Grund, warum Hausmittel bei der Spüle nicht wirken.
Wasserkocher, Kaffeemaschine und Waschmaschine sind bei dieser Wasserhärte alle vier bis sechs Wochen zu entkalken. Wer das aufschiebt, bekommt zuerst längere Brühzeiten und dann Defekte – bei einem Vollautomaten ist das der häufigste Grund für eine Reparatur.
Als Teil einer Reinigung ab 85 € ist die Entkalkung von Bad und Küche enthalten. Für stark verkalkte Bäder nach Jahren ohne Behandlung ist eine Grundreinigung der passende Rahmen. Alle Positionen stehen in der Preisübersicht, Termine gibt es meist innerhalb von 24 Stunden.