Ein Wintergarten hat ein Problem, das ein normales Fenster nicht hat: Die größte Fläche liegt oben. Auf dem Glasdach sammelt sich alles, was aus der Luft kommt, und Regen spült es nicht weg, sondern verteilt es in Schlieren.
Glasdach und Seitenverglasung außen und innen, Rahmen und Profile, Dichtungen, Entwässerungsrinnen und Abläufe, Beschattung und Markise, Schiebeelemente und ihre Laufschienen.
Die Laufschienen sind der Punkt, an dem Wintergärten tatsächlich kaputtgehen: Sand und Blütenreste setzen sich fest, das Element läuft schwer, und irgendwann reißt die Führung. Ausbürsten und feucht aufnehmen gehört deshalb bei jedem Termin dazu.
Im Frühjahr bringt der Südwind feinen Saharastaub nach München. Auf senkrechten Fenstern fällt er kaum auf, auf einem Glasdach dagegen liegt er flächig – und nach dem ersten Regen darauf entsteht ein gesprenkelter Film, der trocken nicht mehr abgeht.
Der sinnvolle Termin liegt deshalb nach der Föhnphase, also im Mai, und nicht im März. Wer früher reinigt, reinigt zweimal. Dasselbe gilt für Fenster, siehe Fensterreinigung München.
Steht der Wintergarten unter Bäumen, kommt Harz dazu. Es lässt sich nicht abwischen, sondern muss angelöst werden – mit Alkohol auf Glas, niemals mit scharfen Lösungsmitteln auf Kunststoffprofilen. Im Herbst sind Laub und die Entwässerung das Thema: Ein verstopfter Ablauf staut Wasser bis unter die Dichtung.
Im Winter beschlägt die Verglasung von innen, weil warme Raumluft auf kaltes Glas trifft. Wo das Wasser stehen bleibt, entsteht an den Profilen mit der Zeit ein dunkler Rand. Regelmäßiges Querlüften löst mehr als jedes Mittel; steht das Kondensat trotzdem, liegt es an der Verglasung oder an einer Wärmebrücke.
Pflanzen im Wintergarten verstärken den Effekt deutlich. Wer viel Grün stehen hat, braucht entweder mehr Lüftung oder muss mit häufigerer Reinigung an den Profilen rechnen.
Im feuchten Voralpenklima bildet sich auf schattigen Profilen und Fugen ein grüner Film. Er geht mit Sodalösung und Bürste ab; chlorhaltige Mittel sind unnötig und gelangen über die Entwässerung ins Abwasser.
Bei 13,9 bis 17,9 °dH hinterlässt jeder Tropfen, der auf dem Glas trocknet, seinen Rand. Auf Glasdächern wird das über Jahre zu einem matten Schleier. Solange er aufliegt, geht er mit Säure ab; sitzt er im Glas, bleibt nur Politur – dazu Kalkentfernung München.
Markisentuch wird trocken abgebürstet und nur bei Bedarf feucht gereinigt – aggressive Mittel lösen die Imprägnierung, und danach zieht der Stoff Wasser statt es abperlen zu lassen. Eingefahren werden darf sie nur trocken; feucht eingerollt entsteht Stockfleckenbefall.
Zweimal im Jahr ist für die meisten Wintergärten richtig: im Mai nach Föhn und Pollenflug, im Oktober nach dem Laubfall. Bei Bäumen in unmittelbarer Nähe eher dreimal.
Abgerechnet wird nach Fläche und Zugänglichkeit; für ein Angebot genügen Größe, Dachneigung und ein Foto. Terrasse und Balkon lassen sich im selben Termin mitmachen – siehe Terrassenreinigung München und die Preisübersicht.