Ein Teppich muss zum Reinigen nicht aus der Wohnung. Wir arbeiten mit Sprühextraktion vor Ort: Reinigungslösung wird eingebracht und mitsamt dem gelösten Schmutz wieder abgesaugt. Das ist der entscheidende Unterschied zu allem, was man selbst mit Schaum und Bürste versucht.
Wer Schaum einarbeitet und trocknen lässt, bekommt den Schmutz gelöst, aber nicht heraus. Er bleibt im Flor, wandert beim Trocknen nach oben und bildet den grauen Rand, den man vorher nicht hatte. Ohne Absaugung endet jede Teppichreinigung so.
Dasselbe gilt für zu viel Wasser: Durchnässt man einen Teppich, zieht der Schmutz in den Rücken und kommt beim Trocknen als Rand wieder hoch. Deshalb arbeiten wir mit dosierter Feuchtigkeit und sofortiger Rückführung.
Ab 30 € pro Teppich, je nach Größe und Material, oder 4 € pro Quadratmeter bei Teppichboden. Enthalten sind Vorbürsten, Extraktion und Nachsaugen. Der Preis steht vor der Buchung fest; alle Positionen finden Sie in der Preisübersicht.
Zuerst wird der Teppich gründlich abgesaugt und der Flor aufgebürstet – ohne diesen Schritt bindet die Lösung den losen Sand zu Schlamm. Danach werden Flecken einzeln vorbehandelt, weil ein Rotweinrand ein anderes Mittel braucht als ein Fettfleck.
Erst dann kommt die Extraktion in Bahnen, überlappend, mit sofortiger Rückführung. Zum Schluss wird der Flor in eine Richtung aufgerichtet, damit er gleichmäßig trocknet und nicht fleckig wirkt.
Nach der Extraktion ist der Teppich nebelfeucht, nicht nass. Bei geöffnetem Fenster ist er nach vier bis acht Stunden begehbar und über Nacht durchgetrocknet. Buchen Sie den Termin also nicht auf den Abend vor einem Fest, sondern auf den Vormittag davor.
Synthetikfasern vertragen Wasser gut und sind der unkomplizierte Fall. Wolle verträgt Feuchtigkeit, aber keine hohen Temperaturen und keine alkalischen Mittel – sie filzt sonst. Seide, Viskose und handgeknüpfte Orientteppiche gehören nicht in eine Nassreinigung; dort raten wir zur Fachreinigung und sagen das vorher.
Sisal und andere Pflanzenfasern reagieren auf Wasser mit Wellen und Flecken. Auch hier sagen wir ab, statt einen Schaden zu produzieren.
Rotwein, Kaffee und Tierunfälle lassen sich meist entfernen, wenn sie nicht monatelang eingetrocknet sind. Farbstoffe aus Filzstift, Nagellack und manchen Reinigern dagegen sind irreversibel: Sie haben die Faser eingefärbt. Eine hundertprozentige Garantie gibt es bei keiner Fleckenart – was realistisch ist, sehen wir vor Ort und sagen es vor Beginn.
Haare werden vor der Extraktion mechanisch entfernt, sonst verkleben sie im Flor. Bei Urin genügt Reinigung allein nicht: Die Geruchsträger sitzen im Rücken und im Boden darunter und brauchen ein enzymatisches Mittel, bei starken Fällen zusätzlich eine Ozonbehandlung.
Zwei lokale Besonderheiten landen regelmäßig im Teppich. Im Frühjahr bringt der Föhn feinen Saharastaub, der über Fenster und Balkontür hereinkommt und sich als gelblicher Schleier absetzt. Und im Winter tragen Schuhe Streusalz herein, das im Flor auskristallisiert und die Fasern spröde macht.
Beides spricht für zwei Termine im Jahr statt einem: einmal nach der Föhnphase im Mai, einmal nach dem Winter im März. Eine grobe Matte vor der Tür fängt vorher einen erheblichen Teil davon ab.
Einmal im Jahr reicht in einem normalen Haushalt. Mit Hund, Katze oder kleinen Kindern eher zweimal. Zwischendurch entscheidet regelmäßiges Saugen über die Lebensdauer: Sand, der im Flor liegt, wirkt bei jedem Schritt wie Schleifpapier und schneidet die Fasern.
Fest verlegter Teppichboden wird nach Quadratmetern abgerechnet und in Bahnen gearbeitet, Möbel werden dabei so weit wie möglich umgestellt. In Büros und Praxen läuft das meist abends oder am Wochenende, damit der Boden bis zum nächsten Werktag trocken ist.
Dasselbe Gerät, derselbe Termin: Ein Zweisitzer kostet 89 €, eine Einzelmatratze 25 €. Wer beides zusammenlegt, spart eine Anfahrt – siehe Polsterreinigung München.