Nach dem Winter sieht jeder Balkon in München gleich aus: eine Schicht aus Streusalzresten, Laub, das im Herbst liegen blieb, und dem Grünbelag, den das feuchte Voralpenklima auf allem hinterlässt, was im Schatten steht.
Zuerst alles herunterräumen – unter Pflanzkübeln sitzt der hartnäckigste Belag. Dann trocken kehren: Laub, Sand und Blütenreste müssen weg, bevor Wasser dazukommt, sonst entsteht Schlamm statt Sauberkeit.
Danach von oben nach unten: Geländer, Brüstung und Trennwand vor dem Boden. Der Ablauf wird geöffnet und freigemacht, und erst zum Schluss wird der Boden geschrubbt – in Richtung Ablauf, mit wenig Wasser.
Das eigentliche Thema bei Balkonen im Mietshaus: Wasser darf nicht über die Brüstung laufen. Wer literweise schüttet, wässert den Balkon darunter mit – der häufigste Anlass für Beschwerden in der Hausgemeinschaft. Ein Eimer und ein gut ausgewrungener Schrubber reichen für die meisten Balkone.
Hochdruckreiniger sind auf Balkonen meist nicht zulässig und beschädigen zudem Fugen und Holz. Bei stark vermoosten Belägen ist Sodalösung mit Einwirkzeit die bessere Wahl.
Ein verstopfter Balkonablauf ist die häufigste Ursache für Wasserschäden am Übergang zur Wohnung. Sieb öffnen, Laub und Moos entfernen, Wasserlauf prüfen. Nach jedem Herbststurm lohnt ein kurzer Blick – dafür braucht es keinen Termin, nur eine Minute.
Betonplatten und Waschbeton vertragen Soda und Bürste, aber keine Säure. Fliesen sind unkompliziert. Holzdielen und WPC werden mit Seifenlauge in Faserrichtung gebürstet, nie mit Hochdruck. Naturstein braucht pH-neutrale Mittel – Essig und Zitrone ätzen die Oberfläche an.
Zwei Termine decken den Bedarf: Grundreinigung im April oder Mai, wenn Frost und Föhn durch sind und die Möbel aus dem Winterlager kommen, und ein Abschluss im Oktober, bei dem Laub weggeht, der Ablauf freigemacht und das Mobiliar eingelagert wird.
Zwischendurch genügt Kehren alle zwei bis drei Wochen. Wer das durchhält, braucht die Grundreinigung im Frühjahr nur einmal und nicht in zwei Durchgängen.
Auf der Nordseite und in schattigen Innenhöfen bildet sich zuverlässig ein grüner Film. Sodalösung mit Einwirkzeit und eine Bürste lösen ihn; chlorhaltige Mittel sind unnötig und gelangen über den Ablauf ins Abwasser.
Auflagen und Kissen kommen aus dem Winterlager oft mit Stockflecken zurück, wenn sie feucht eingelagert wurden. Markisentuch wird trocken abgebürstet und nur bei Bedarf feucht gereinigt, weil aggressive Mittel die Imprägnierung lösen. Eingefahren wird ausschließlich trocken.
Wer einen Wintergarten oder ein Glasdach hat, macht beides im selben Termin – siehe Wintergartenreinigung München.
Der Föhn bringt bis in den Mai feinen Staub, der sich auf Boden, Geländer und Möbeln absetzt. Wer im März gründlich reinigt, macht es meist noch einmal. Der bessere Termin liegt nach der Föhnphase – dazu Fensterreinigung nach Saharastaub.
Unter Kübeln bildet sich in der Feuchtigkeit ein dunkler Rand, der sich auf Holz und hellem Stein festsetzt und mit der Zeit nicht mehr weggeht. Untersetzer mit Abstandsfüßen verhindern das, weil Luft darunter zirkulieren kann.
Balkonreinigung ab 15 € als Zusatzposition zur Wohnungsreinigung, größere Terrassen nach Fläche. Alle Positionen stehen in der Preisübersicht.